Genial saisonal – 5 Gründe warum du saisonale Bio-Lebensmittel aus deiner Region konsumieren solltest

Genial saisonal – 5 Gründe warum du saisonale Bio-Lebensmittel aus deiner Region konsumieren solltest

 

  • 1. Der ökologische Fußabdruck

Nehmen wir mal das Extrem-Beispiel der Tomate, die wir entweder

  • aus Mamas liebevoll gepflegten heimischen Garten ernten können bzw. vom Bauern nebenan oder
  • bei Al*i Süd im Sonderangebot kaufen können

Verfolgt man den Weg, den die Tomate vom Discounter auf dem Weg vom Treibhaus zum Verbraucher macht, so wird einem schnell klar: da geht ganz schön viel CO2 drauf. Noch dazu, wenn das Lebensmittel aus einem anderen Kontinent importiert wird.

Pflückst du dir hingegen Anfang September deine reifen Tomaten aus Mamas Gemüsebeet, muss deine Tomate höchstens den Weg zu deinem Eigenheim zurücklegen.

Eine Studie aus dem Jahre 2000 belegt sogar, dass bei Obst und Gemüse aus Treibhäusern und Folientunneln und vom Supermarkt bis zu 30 (!) mal mehr Treibhausgase pro kg ausgesetzt werden als dies bei heimisch angebauten Lebensmitteln der Fall ist. Ist das nicht erschreckend??

  • 2. Natürliche Reife und Geschmack

Die Lebensmittel aus dem heimischen Garten können sich von Natur aus Zeit lassen um zu reifen und müssen nicht unter Laborbedingungen künstlich hochgezüchtet werden. Das natürliche Reifen dauert natürlich länger, ist pflegeintensiv und kann mitunter auch zu merkwürdigen Verformungen führen (die der Ottonormal-Verbrauchter natürlich nicht möchte, da Bilderbuchtomate erwünscht).

Aber sind wir doch mal ehrlich: Hast du schon mal den direkten Vergleich einer erntereifen Bio-Tomate aus Mamas Garten mit einer Tomate von Al*i aus dem Sonderangebot gemacht? Falls nicht à bitte starte den Selbstversuch! Ich bin mir sicher, dass auch du die heimische Tomate zum klaren Gewinner dieses Battles erkoren wirst, sobald dir der intensiv-fruchtigen Geschmack der heimischen Tomate auf der Zunge zergeht.

Aber woran liegt es eigentlich, dass die heimischen Tomaten so viel besser schmecken als die aus dem Supermarkt? Tomaten aus den Treibhäusern werden teilweise unreif gepflückt und haben sehr lange Transportwege hinter sich, um auf dem Weg nachzureifen. Außerdem werden sie künstlich hochgezüchtet und stark gedüngt. All das führt zu erheblichen Einbußen im Geschmack

  • 3. Qualität und Frische

Bekannterweise wird nicht jedes Lebensmittel zur gleichen Zeit geerntet. Es gibt aber Hochphasen, in denen ein Großteil der Lebensmittel erntereif wird. Die frischsten Lebensmittel mit der bestmöglichen Qualität und Frische bekommst du dann, wenn du darauf achtest, welches Obst oder Gemüse zur welchen Zeit geerntet wird und du überwiegend zu biologischen Lebensmitteln greifst. Durch die Saisonalität und Regionalität können unnötige Lager- und Transportzeiten vermieden werden, die ansonsten zu Einbußen bei Frische und Qualität führen können.  

Eine große Hilfe bietet dir hierbei der Saisonkalender für Obst und Gemüse vom Bundeszentrum für Ernährung. Hier kannst du genau erkennen, in welchem Monat welches Lebensmittel erntereif wird und in welchen Monaten starke Importe verzeichnet werden.

Den Saisonkalender kannst du dir HIER kostenlos als PDF herunterladen.

  • 4. Geringere Pestizid-Belastung

Biologisch angebaute Obst- und Gemüstesorten sind einer wesentlich geringeren Pestizid-Belastung ausgesetzt als dies bei konventionell angebauten Lebensmitteln der Fall ist. Pestizide sind chemische Substanzen, die zur Bekämpfung von Schädlingen und Pflanzenkrankheiten eingesetzt werden (der Bayer würde sagen „g’spritzt“). In konventionell angebauten Lebensmitteln lassen sich häufig große Rückstände an Pestiziden und anderen Chemikalien nachweisen. Eine Untersuchung des chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes Stuttgart aus dem Jahr 2017 untersuchte 781 Frischobst-Proben auf Pestizid-Rückstände. Erschreckenderweise konnten in 96 % der Proben Rückstände von Pestizid-Wirkstoffen festgestellt werden. Besonders drastisch war es bei Granatäpfeln aus der Türkei.

Und was kannst du nun tun, um die Pestizid-Belastung in deinen Lebensmitteln zu vermeiden?

Die Verbraucherzentrale sagt dazu Folgendes: „Eine abwechslungsreiche, regionale und saisonale Auswahl senkt das Risiko, stärker belastete Lebensmittel in zu großen Mengen zu verzehren. Am sichersten ist es, Obst und Gemüse aus ökologischem Anbau zu bevorzugen.“

http://www.stmelf.bayern.de/ernaehrung/007760/index.php

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